Hörtipp: Mittwoch, 30.4.2014: Friedrich Spee, Deutschlandfunk, 20.10 Uhr

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Friedrich Spee ist eine der bekanntesten katholischen Persönlichkeiten der nachreformatorischen Zeit. Der Jesuit lehrte zu Beginn des 17. Jahrhunderts Philosophie in Köln, Trier und Paderborn. In Niedersachsen versuchte er im Zuge der Gegenreformation, die protestantische Bevölkerung zur römisch-katholischen Kirche zurückzubringen. Gläubigen ist er wegen seiner geistlicher Lieder ein Begriff, viele davon gehören bis heute zum Kernbestand des katholischen Gesangbuchs ‚Gotteslob’. In theologischen Kreisen gilt sein Werk ‚Cautio criminalis’ von 1631 als wegweisend. Darin wendete er sich gegen die Hexenprozesse und argumentierte schon vor fast 400 Jahren im Sinne einer modernen Auffassung der Menschenrechte.